Qualifizierung zur Sprachförderkraft

Förderbereich 3 – Sprachförderung



Berufsbild

Ein Kind erschließt sich durch Sprache die Welt, Sprache ist der Schlüssel zu seiner gesellschaftlichen Teilhabe, denn nachgewiesenermaßen hat die sprachliche Kompetenz einen erheblichen Einfluss auf seinen Bildungsweg und damit auf seine Zukunft. Migration gilt heute als ein wesentlicher Faktor für Chancenungleichheit. Sprachliche Barrieren abzubauen und damit Kindern mit Migrationshintergrund zu mehr Chancengleichheit zu verhelfen, ist ein notwendiges Element der Integration. Die alltagsintegrierte sprachliche Bildung muss deshalb ein fester konzeptioneller Bestandteil jeder Kindertagesstätte und Grundschule sein.

Das Qualifizierungskonzept „Mit Kindern im Gespräch“ des Landes Rheinland-Pfalz ist Grundlage dieser Fortbildungsreihe, mit der die Sprachförderkompetenzen pädagogischer Fachkräfte geschult werden. Dieses löst das Vorgängercurriculum „Sprache – Schlüssel zur Welt“ ab. In dieser Fortbildungsreihe werden Sie beim Erwerb von Sprachförderstrategien und deren Anwendung in Schlüsselsituationen unterstützt, wie zum Beispiel beim Vorlesen oder bei Lerngesprächen.  Die Qualifizierung besteht aus neun Modulen, in denen Sie Methoden und Strategien für die additive Sprachförderung sowie für die alltagsintegrierte sprachliche Bildung kennen lernen und trainieren. Sie werden darin geschult Alltagssituationen in sprachlicher Hinsicht neu zu betrachten und gezielt zu nutzen. Ein wichtiger Teil dieser Qualifizierung sind Praxisaufgaben die mittels der Videographie durchgeführt werden. Das sprachförderliche Handeln im pädagogischen Alltag wird mit der Referentin und in Kleingruppen reflektiert.
 

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Ausbildungsinhalte

Modul 1

Frage- und Modellierungsstrategien

› Sprachfördersituationen im Kindergarten/Schulalltag
› Merkmale sprachförderlicher Situationen
› Einführung in einfache und komplexe Frage und
  Modellierungsstrategien

Modul 2

Strategien zur Konzeptentwicklung

› Konzept und Konzeptentwicklung
› Einführung der einfachen und komplexen Konzeptentwicklung
› Differenzierte Begriffe
› Fünf Stufen der nachhaltigen Begriffsbildung
› Alltagssprache - Bildungssprache

Modul 3

Rückmeldestrategien

› Einführung der einfachen und komplexen Rückmeldestrategien

Modul 4

Lesesituationen

› Gestaltung der Lesesituation
› Dialogisches Lesen
› Identifizieren und Anwenden der Strategien
› Schrift und Schriftsprache
› Erzählen und Diktieren

Modul 5

Routinesituation

› Alltag reflektieren
› Identifizieren und Anwenden ausgewählter Strategien
› Planen und Reflektieren

Modul 6

Gezielte Aktivitäten

› Bedeutung und Begriffsbildung verschiedener Aktivitäten
› Identifizieren und Anwenden von Strategien in differenzierten Begriffen und Aktivitäten
› Schrift und Schriftsprache in gezielten Aktivitäten

Modul 7

Symbol- und Rollenspiele

› Entwicklungsstufen des Symbol- und Rollenspiels
› Zusammenhang Symbol- und Rollenspiel und Sprache
› Zusammenhängende Spielhandlungen

Modul 8

Spontane Sprechanlässe

› Erkennen von spontanen Sprachanlässen
› Erlernte Strategien anwenden und Einsatz von differenzierten Begriffen in spontanen Sprachanlässen

Modul 9

Markt der Möglichkeiten

› Vertiefung der Inhalte des Curriculums
› Reflexion eigener Filmaufnahmen

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Dauer/Kosten/Voraussetzungen


Seminargebühr + Seminarunterlagen: Euro 990,00

nur ca. 495,00 mit einem Bildungsgutschein
siehe: www.bildungspraemie.de

Preis für TN aus Rheinl.-Pfalz: Euro 680,00

nur ca. 340,00 mit einem Qualischeck
siehe: https://esf.rlp.de/test/

 

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Teilnahmebedingungen/Abschluss

Zielgruppe

Die Qualifizierung richtet sich an alle interessierten Personen mit einer Basisqualifikation wie beispielsweise Erzieherinnen und Erzieher, Grundschullehrkräfte, DaZ-Lehrkräfte, Logopädinnen und Logopäden, Sozial- und Heilpädagoginnen und -pädagogen.

Abschluss

Zum Abschluss der Qualifizierungsreihe erhalten Sie ein Zertifikat „Qualifizierung zur Sprachförderkraft“ des Landes Rheinland-Pfalz.
 
Für die Fortbildungsreihe wurde die Anerkennung nach dem rheinlandpfälzischen Bildungsfreistellungsgesetz vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur beantragt. (BFG § 7 Abs. 3 Nr. 4) www.bildungsfreistellung.rlp.de

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